Impfpflicht für Hühner‐ und Truthühner gegen die anzeigepflichtige Newcastle Disease (ND)

Neuer Impf­rhythmus gegen Newcastle Disease (ND) ab 2026.

 

Die gesetzlich vorgeschriebene ND-Impfung für Hühner und Truthühner erfolgt künftig wieder alle 6 Wochen. 

 

Die Newcastle-Disease-Impfung ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben und gilt auch für Hobby-Geflügelhalter.


Die Teilnahme an den Vereins-Impfterminen ist erforderlich, um einen lückenlosen Impfschutz im gesamten Tierbestand sicherzustellen.


Die Kosten der gemeinsamen ND-Impfung werden über den Vereinsbeitrag getragen.

 

Bitte beachten: Die Verantwortung für den gültigen Impfstatus liegt beim Tierhalter. Der RGZV Loccum bietet hierzu regelmäßig organisierte Impftermine an.


Ursache

 

Die Newcastle Krankheit wird von einem Paramyxovirus verursacht. Es gibt nur einen bekannten Serotyp. Bei den ND-Viren gibt es milde Stämme (lentogen),  mittlere Stämme (mesogen) und virulente Stämme (velogen). Die für Lebendimpfstoffe verwendeten Impfstämme sind hauptsächlich lentogen.

 

Übertragung

 

Das Newcastle Disease Virus ist hoch ansteckend und wird durch infizierte Ausscheidungen (Kot, Nasensekret) zwischen den Tieren übertragen. Ausbreitung zwischen Haltungen erfolgt durch infizierte Ausrüstungsgegenstände, Fahrzeuge, Betreuungspersonal, Wildvögel oder erregerhaltigen Staub. Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit (Inkubation) ist unterschiedlich, aber im allgemeinen zwischen 3 bis 6 Tagen. Hühner und Puten sind für die Krankheit empfänglich.

 

Klinische Symptome

 

Die Newcastle Krankheit verursacht eine hohe Anzahl von Todesfällen innerhalb von 3 bis 5 Tagen. Mesogene Stämme verursachen typische Anzeichen von Atemnot. Infizierte Tiere bilden nicht immer Atemwegs- oder nervale Symptome aus. Angestrengt schnorchelnde und gurgelnde Atemgeräusche zusammen mit zentralnervösen Symptomen wie Lähmungen oder Kopfverdrehen („Sternguckerhaltung“) sind die typischen Anzeichen. Ein Rückgang der Legeleistung um 30 bis 50% und dünnschalige bzw. schalenlose Eier werden beobachtet. 

 

Diagnose

 

Die Diagnose erfolgt durch Virusnachweis aus Proben zusammen mit der Untersuchung von Blutproben.

 

Behandlung und Kontrolle

 

Es gibt keine Behandlungsmöglichkeit gegen die ND. Der einzige verlässliche Schutz ist die regelmäßige Impfung, die in Deutschland für alle Halter von Hühnern und Truthühnern (unabhängig von der Zahl der gehaltenen Tiere) gesetzlich vorgeschrieben ist

(Geflügelpest- VO vom 21.12.1994).