Die Aufzucht von Küken aus der Kunstbrut erfreut sich bei Hobbyhaltern und Geflügelzüchtern großer Beliebtheit. Besonders für Neueinsteiger ist die erste Kükenaufzucht eine spannende Erfahrung. Damit sich die Küken gesund entwickeln, sollten bereits vor dem Schlupf einige wichtige Grundlagen beachtet werden.
Dieser Beitrag erklärt die wichtigsten Punkte rund um die Kükenaufzucht – von der richtigen Wärmeversorgung über geeignetes Kükenfutter bis hin zur gesetzlich vorgeschriebenen Newcastle-Disease-Impfung.
Vorbereitung der Kükenaufzucht
Bevor die ersten Küken schlüpfen, sollte der Aufzuchtbereich vollständig vorbereitet sein. Küken benötigen direkt nach dem Schlupf:
Zur Grundausstattung gehören:
Wichtig ist ein zugluftfreier Standort mit möglichst gleichmäßiger Temperatur.
Die richtige Temperatur für Küken
Frisch geschlüpfte Küken können ihre Körpertemperatur noch nicht selbst regulieren. Deshalb ist eine zuverlässige Wärmequelle in den ersten Lebenswochen besonders wichtig.
Viele Geflügelhalter nutzen heute Wärmeplatten, alternativ kommen weiterhin Wärmelampen zum Einsatz.
Empfohlene Temperaturen im Wärmebereich:
| Alter der Küken | Temperatur |
| 1. Lebenswoche | ca. 32 - 35 °C |
| 2. Lebenswoche | ca. 30 °C |
| 3. Lebenswoche | ca. 27 °C |
Die Temperatur wird anschließend schrittweise reduziert.
Das Verhalten der Küken zeigt meist schnell, ob die Bedingungen passend sind:
Welche Einstreu eignet sich für Küken?
Eine trockene und saubere Einstreu unterstützt die gesunde Entwicklung der Tiere.
Geeignete Materialien sind unter anderem:
Glatte Untergründe wie Zeitungspapier sind weniger geeignet, da die Küken darauf nur schlecht Halt finden.
Die Einstreu sollte regelmäßig erneuert werden, damit der Aufzuchtbereich trocken bleibt.
Küken richtig füttern
In den ersten Wochen empfiehlt sich spezielles Kükenstarterfutter mit angepasstem Nährstoffgehalt. Dieses unterstützt Wachstum und Federbildung.
Außerdem wichtig:
Hygiene in der Kükenaufzucht
Sauberkeit spielt bei der Aufzucht von Küken eine wichtige Rolle. Dazu gehören:
Gesunde Küken wirken in der Regel aktiv und bewegen sich gleichmäßig im Aufzuchtbereich.
Newcastle Disease: Impfpflicht für Hühnerhalter
Wer Hühner hält, muss seine Tiere regelmäßig gegen die Newcastle Disease (ND) impfen. Die erste Impfung erfolgt bereits im Kükenalter. Anschließend muss die Impfung regelmäßig aufgefrischt werden – üblicherweise alle sechs Wochen, abhängig vom verwendeten Impfstoff und den tierärztlichen Vorgaben.
Da der Impfstoff häufig nur in größeren Mengen erhältlich ist, bietet der RGZV Loccum seinen Mitgliedern eine kostengünstige Möglichkeit zur gemeinsamen Impfstoffnutzung an. Dadurch entstehen deutlich geringere Kosten als beim Einzelbezug des Impfstoffs.
Ab wann dürfen Küken nach draußen?
Je nach Wetterlage können Küken nach einigen Wochen zeitweise ins Freie. Voraussetzung sind:
Besonders bei jungen Küken sollte auf Zugluft und Nässe geachtet werden.
kurz & kompakt
Die Aufzucht von Küken aus der Kunstbrut gelingt meist gut, wenn die wichtigsten Grundlagen berücksichtigt werden. Entscheidend sind:
Mit guter Vorbereitung und regelmäßiger Beobachtung entwickeln sich die Küken in der Regel problemlos und wachsen zu gesunden Jungtieren heran.
Der RGZV Loccum unterstützt seine Mitglieder mit Erfahrungsaustausch, Beratung und gemeinsamer Impfstoffversorgung rund um die Geflügelhaltung und Kükenaufzucht.
